Dopamin
 
 
 

Dopamin

Dopamin, 4-(2-Aminoethyl)brenzcatechin, C8H11NO2, MG 153,18 g/mol

Katecholamin, Neurotransmitter

Dopamin steuert als Neurotransmitter in den sogenannten dopaminergen Neuronen mehrere wichtige Körperfunktionen:

  • Im Stammhirn, in der Substantia nigra, besteht das größte Dopamin-Vorkommen. Es steuert dort die extrapyrimidale Motorik. Bei Parkinson-Erkrankung besteht ein Mangel an Dopamin in dieser Region.
  • Im mesolimbischen System, das als "Belohnungssystem" gilt, erhöht Dopamin die Motivation und steigert die Wahrnehmungsfähigkeit. Mangel führt zu Lustlosigkeit und Antriebsarmut. Dopamin hat ebenfalls Einfluß auf die Entwicklung von Suchtverhalten und Psychosen.
  • In der Hypophyse hemmt Dopamin die Freisetzung von Prolaktin, einem Hormon, das während der Stillzeit die Milchproduktion anregt.
  • Dopamin reguliert auch die Durchblutung der Bauchorgane, insbesondere der Niere, und kann daher bei Schockzuständen injiziert werden.

Drogen wie Amphetamine und Cocain erhöhen direkt die Dopamin-Konzentration und bewirken so eine Art Glücksgefühl, den "Kick". Andere Drogen und Medikamente wie Alkohol, Opiate und Benzodiazepine wirken indirekt durch Hemmung der Ausschüttung von Noradrenalin, wodurch die Wirkung des Dopamins verstärkt wird. Beim Drogenentzug entstehen Depressionen als Folge von Dopaminmangel.

Da Dopamin die Blut-Hirn-Schranke nicht passiert, kann es nicht direkt zur Behandlung von Parkinson-Erkrankungen verwendet werden. Hier ist der Umweg über die Dopamin-Prodrug DOPA in Kombination mit einem Decarboxylase-Hemmer, der die Blut-Hirn-Schranke nicht durchdringen kann, notwendig. Im Gehirn findet dann die Decarboxylierung des DOPA zum Dopamin statt.

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Letztes Update dieser Seite: 18.03.2010 - IMPRESSUM - FAQ