Serotonin
 
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Serotonin 5-Hydroxytryptamin, 5-HT, 3-(2-Aminoethyl)indol-5-ol, C14H21N2O, MG 176,22 g/mol

Monoamino-Neurotransmitter der sowohl das Zentrale Nervensystem (Depressionen, Angstzustände, Rezeptor: 5-HT2) als auch das Herz-Kreislaufsystem (Blutdruck, Aggregation der Blutplättchen, Rezeptor: 5-HT1) und das Magen-Darm-System (Esssucht) beeinflusst.

Die Biogenese erfolgt aus der Aminosäure L-Tryptophan mittels Tryptophanhydroxylase, der Abbau über das Enzym Monoaminooxidase (MAO). Erhöhte Serotoninspiegel führen zu einem Gefühl des Wohlbefindens, daher auch die Bezeichnung "Glückshormon".

Da Serotonin die Blut-Hirn-Schranke nicht durchdringt, ist eine Beeinflussung nur indirekt entweder durch MAO-Hemmer, z.B. Moclobemid, oder durch Wiederaufnahme-Hemmer (Selektive Serotonin Rezeptor Inhibitoren, SSRI), z.B. Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin und Citalopram, möglich. Diese Antidepressiva haben die früher verwendeten Tri- und Tetracyclischen Antidepressiva zur Behandlung von Depressionen und Angststörungen weitgehend abgelöst, da sie stärker und vor allem spezifischer wirken und geringere Nebenwirkungen zeigen.

LSD verstärkt die Serotoninwirkung (Agonist), Cocain hemmt die Wirkung (Antagonist).

Geschichte

Serotonin wurde 1948 von M. Rapport als blutdruck- (tonus-) regulierende Substanz im Serum entdeckt, woraus sich der Name ableitet. Rapport identifizierte die chemische Struktur später als 5-Hydroxyxtryptamin.

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Letztes Update dieser Seite: 18.03.2010 - IMPRESSUM - FAQ