Meskalin
 
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3,4,5,-Trimethoxyphenethylamin. Isochinolin-Alkaloid aus dem Kaktus Peyote /Peyotl (botanischer Name: Lophophora Williamsi), der vor allem in Mexiko wächst und zunächst eine rituelle Rauschdroge der Prärie-Indianer bei Initiations-oder Heilungszeremonien war. Meskalin ist ebenfalls in den Kakteen Trichocereus pachanoi und Trichocereus peruvianus enthalten.

Pharmakologische Wirkung

Meskalin verteilt sich im Körper ähnlich wie LSD, die höchsten Konzentrationen werden in Leber und Nieren, die geringsten im Gehirn und Rückenmark nachgewiesen. Es ist bereits nach 30 Minuten wieder ausgeschieden. Toxische Dosis > 100 mg.

Psychische Wirkung

Die psychischen Wirkungen ähneln ebenfalls den halluzinogenen Wirkungen von LSD, allerdings sind die Inhalte dieser Halluzinationen stark schamanisch oder religiös getönt, es werden auch parapsychologisch anmutende Erfahrungen geschildert, die auf eine Ausschaltung äußerer Sinnesreize und starke Orientierung auf das "innere Universum" (Schmidbauer, v.Scheidt, 1989) zurückgeführt werden können. Alexander Shulgin berichtete in seinem werk "PHIKAL" über seine Erfahrungen mit Meskalin. Siehe auch Phenethylamine.

Geschichte

Meskalin wurde bereits 1896 isoliert. 1919 wurde es als erste psychodelische Droge synthetisiert. 1953 schrieb Aldous Huxley, nachdem er Meskalin probiert hatte, seinen Roman "Die Pforten der Wahrnehmung".

Homöopathie

Die Homöopathie wendet Meskalin unter der Bezeichnung Anhalonium aus Lophophora lewinii (eng verwandt mit Lophophora Williamsi) gegen Delirien, Kopfschmerzen, Halluzinationen, Gehirnerschöpfung und Neurasthenie an. Die Urtinktur enthält 0,17% Gesamtalkaloide und wird als D4 verwendet. Pro Tablette sind 2,5 mg Anhalonii lewinii enthalten.

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Letztes Update dieser Seite: 08.02.2019 - IMPRESSUM - FAQ