Kath
 
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Botanischer Name: Catha edulis. Die Blätter des im Jemen und in Abessinien verbreiteten Kath-Strauches werden gekaut oder zu Tee verarbeitet.

Chemische Wirkstoffe

Hauptwirkstoff der frischen Blätter ist das instabile Alkaloid Cathinon (α-Aminopropiophenon), das beim Trocknen zu Cathin (Norpseudoephedrin) metabolisiert, sowie ca. 40 weitere Alkaloide (Catheduline).

Physiologische Wirkung

Die pharmakologische Wirkung des Cathinons ähnelt den Amphetaminen, sie übertrifft die anregende Wirkung von Kaffee. Gleichzeitig lähmt es die Produktivität und führt zu Apathie und Lethargie.

Geschichte

Im Jemen führte der mit zusätzlichem Alkoholkonsum verbundene Kath-Mißbrauch zu einem wirtschaftlichen Niedergang. In Europa ist die Droge fast unbekannt. In den USA tauchte als Designerdroge das strukturell verwandte Methcathinon (N-Methylaminopropiophenon) auf, dessen Hydrochlorid als Cat bezeichnet wurde.

Nicht geringe Menge

Mit Urteil vom 28.10.2004 (4 StR 59/04) hat der BGH die "nicht geringe Menge" auf 30 g Cathinon festgelegt.

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Letztes Update dieser Seite: 24.06.2010 - IMPRESSUM - FAQ