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Amphetamin
 
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Amphetamin Amfetamin, 1-Phenyl-2-aminopropan, (RS)-1-Phenylpropan-2-ylazan. Scene-Bezeichnungen: Speed, Pepp. M=135,2 g/Mol, Schmelzpunkt 27 oC.

Amphetamin ist ein euphorisierend wirkendes Sympatikomimetikum, das wegen seiner Sucht induzierenden Wirkung dem BtMG (Anlage 3) unterstellt ist. Das bereits 1887 erstmals synthetisierte Amphetamin ist der Grundkörper der als Designer-Drogen bekannten Amphetamine und wurde bis Ende der 70er Jahre als Arzneimittel (Benzedrin®) zur Leistungssteigerung und Herabsetzung des Hungergefühls verwendet.

Die Aufnahme erfolgt meist nasal ("sniefen"), aber auch oral ("Bömbchen"). Seltener und riskanter (Herzkammerflimmern, Herzstillstand) ist die intravenöse Aufnahme. Der Wirkstoffgehalt im illegalen Handel liegt bei 10-80%, meist unter 30 %. Da die Amphetaminsalze nicht unzersetzt verdampfbar sind, kann Amphetamin - im Gegensatz zum Methamphetamin - nicht geraucht werden.

Die aufputschende und ausdauersteigernde Wirkung setzt beim sniefen nach 10 bis 20 Minuten ein und hält 6 bis 12 Stunden an. Als Nebenwirkung wird oftmals erhöhte Aggressivität und Selbstüberschätzung beobachtet.

Die physiologische Wirkung des Amphetamins beruht auf einer Erhöhung der Konzentrationen für die Neurotransmitter Noradrenalin und Dopamin.

Kombination mit Alkohol

Die Wirkung des Alkohols wird vom Konsumenten subjektiv nicht mehr wahrgenommen, wodurch übermässig Alkohol (bis hin zur Alkoholvergiftung) konsumiert wird. Der Körper dehydriert. Es kann zu schweren Rauschzuständen mit Kontrollverlust kommen.

Analytik

Der spezifische Nachweis erfolgt mittels GC/MS bzw. noch empfindlicherer Methoden (GC/MS/MS). Ein positiver Enzymtest auf Amphetamine ist unbedingt abzusichern, da Fäulnisprodukte wie Tryptamin und Thyrosin zu falsch positiven Resultaten führen können. Die Nachweisdauer im Blut liegt bei einem Tag, im Urin bei 1-3 Tagen.

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Letztes Update dieser Seite: 08.01.2015 - IMPRESSUM - FAQ