Barbital
Literatur
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5,5-Diethylbarbitursäure, C8H12N2O3, MG 184,19

Früher lange Zeit unter der Bezeichnung Veronal® als lang wirkendes Schlafmittel verwendetes Barbiturat. Heute nur noch in biologisch/chemischen Laboren zusammen mit seinem Na-Salz als Puffersubstanz zur Stabilisierung des pH-Wertes verwendet. (BtMG Anlage 3, Ausnahmeregelungen).

Historie

Barbital wurde 1908 vom Chemiker und Nobelpreisträger Emil Fischer und dem Kliniker Joseph von Mering entwickelt, nachdem 1864 der Grundkörper, die physiologisch inaktive Barbitursäure, von Adolf von Baeyer synthetisiert worden war. Es wurde unter der Bezeichnung Veronal als Schlafmittel zugelassen und zunächst wegen seiner "guten Verträglichkeit ohne Nebenwirkungen" für die Herstellerfirmen Bayer und Merck zum Verkaufserfolg, geriet aber bald als Suicidmittel in Verruf und wurde seit den 60er Jahren immer mehr durch die Benzodiazepine ersetzt, bis es schliesslich Anfang der 70er Jahre als Arzneimittel aus dem Verkehr genommen wurde.

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Letztes Update dieser Seite: 07.06.2013 - IMPRESSUM - FAQ