Chlordiazepoxid
 
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Chlordiazepoxid Chlordiazepoxid, 7-Chlor-2-methylamino-5-phenyl-3H-1,4-benzodiazepin-4-oxid
C16H14ClN3O, MG 299,75 g/mol

Wirkstoffgruppe: 1,4-Benzodiazepin (langwirkend)
HWZ 10 bis 15 Stunden, Metaboliten 50 bis 90 Stunden

Handelsnamen: Librium®, Radepur®, Multum® (zahlreiche Generika)

Höchstmenge je abgeteilte Form (BtMG Anlage III): 25 mg. Filmtabletten mit 25 mg (Librium) bzw. 10 mg (Radepur, Multum)

Anwendung

Zur symptomatischen Behandlung von akuten und chronischen Spannungs-, Erregungs- und Angstzuständen (Tranquilizer), als Muskelrelaxans zur Therapie epileptischer Anfälle und als Schlafmittel.

Wechselwirkungen

Chlordiazepoxid verstärkt die Wirkung anderer Muskelrelaxantien sowie von Lachgas und Analgetika. Die Wirkung von Chlordiazepoxid wird durch Alkohol verstärkt.

Cimetidin hemmt den Abbau am Cytochrom P450 und verlängert dadurch die Wirkung.

Nebenwirkung

Chlordiazepoxid beeinträchtigt das Reaktionsvermögen und ruft bei Einnahme über längere Zeiträume eine psychische, aber auch physische Abhängigkeit hervor. Beim plötzlichen Absetzen treten Entzugserscheinungen auf.

Analytik

Therapeutischer Blutspiegel 0,4 bis 3 µg/ml. Metabolite: Oxazepam, Nordazepam, Desmethylchlordiazepoxid

Geschichte

Chlordiazepoxid wurde 1960 von L.H. Sternbach synthetisiert von der Fa. Hoffmann-LaRoche unter dem Markennamen Librium® vertrieben.

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Letztes Update dieser Seite: 22.10.2012 - IMPRESSUM - FAQ