Salvia divinorum
 
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auch Aztekensalbei genannt, Scene-Begriff (USA): "magic mint".

Aus Mexiko stammende purpur blühende Salbei-Art mit viereckigem Stängel, wurde über Jahrhunderte von aztekischen Schamanen bei Wahrsage-Ritualen benutzt. Wegen der starken halluzinogenen Wirkung wird Salvia in der letzten Zeit verstärkt in der Drogenszene in den USA und Amsterdam konsumiert, mit steigender Tendenz in Europa. Die Blätter des Krautes (Gramm-Preis ca. 1-2 €, Extrakte bis zu 40 €) werden geraucht oder gekaut. Die angestrebte psychische Wirkung besteht vor allem in der Auflösung der Zeit-Dimension und wird als "Trips" durch Zeit und Raum geschildert.

Gefahren bestehen vor allem bei hoher Dosierung in einer starken Verzerrung des Bewusstseins- und Erlebniszustandes bis hin zu Panikreaktionen. Für unerfahrene Konsumenten wird daher ein nicht-berauschter Begleiter ("Sitter") empfohlen (http://www.sagewisdom.org/usersguide.html)

Chemische Wirkstoffe

Salvinorin A Als Inhaltsstoffe wurden die Diterpene Salvinorin A (C23H28O8, MG 432,46) und Salvinorin B (synonyme Bezeichnungen: Divinorin) isoliert, wobei 2001 zusätzlich noch Salvinorin C charakterisiert wurde. Physiologisch wirksam ist lediglich das Salvinorin A, das ein extrem potenten stickstofffreien kappa-Opiod-Agonisten darstellt und zu schweren Bewusstseinsveränderungen führen kann. Die Aufnahme erfolgt durch Absorption über die Mundschleimhaut beim Kauen der frischen Blätter, während im Verdauungstrakt rasch Deaktivierung erfolgt. Alternativ kann durch Inhalation von Salvinorin-Dämpfen durch Erhitzen die Aufnahme über die Nasenschleimhaut in die Blutbahn erfolgen. Salvinorin hat - im Gegensatz zu den klassischen Halluzinogenen - keinen Einfluß auf den Serotonin-Rezeptor.

Rechtlicher Status

Die Droge ist in Deutschland mit der 21.BtmÄndV (in Kraft seit dem 01.03.2008) in Anlage I des BtmG aufgenommen worden und somit eine illegale Droge, ebenso in Italien und Dänemark.

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Letztes Update dieser Seite: 08.02.2019 - IMPRESSUM - FAQ