Designer-Drogen
 
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Sogenannte Designer-Drogen werden gezielt aus chemischen Substanzen, deren Wirkung bereits bekannt sind, durch geringe Veränderungen der chem. Struktur als neue Wirkstoffe erzeugt bzw. aus mehreren vorhandenen Wirkstoffen neu kombiniert (to design=entwerfen). Um die illegale Herstellung dieser synthetischen Drogen, die bei neuen Wirkstoffen noch nicht in den Anlagen des BtMG verzeichnet sind, zu erschweren, ist laut Grundstoffüberwachungsgesetz (GÜG) die Herstellung bestimmter Ausgangsmaterialien und Grundstoffe genehmigungsbedürftig und überwachungspflichtig.

Chemische Derivate

Sie werden vor allem aus der Klasse der Amphetamine und Methamphetamine hergestellt. Weitere Verbindungen sind Phencyclidin (PCP), das ursprünglich als Schmerzmittel entwickelt wurde, aber auch halluzinogene Wirkungen verursacht, (Scene-Begriff: "Angel Dust" oder "Engelsstaub") oder Dimethoxybromamphetamin (DOB), das ebenfalls halluzinogen wirkt.

Seit 2004 wurden neben neuen Derivaten der Phenethylamine insbesondere Piperazin-Derivate wie BZP (1-Benzyl-piperazin) und mCPP (1-(3-Chlorphenyl)piperazin) neu im europäischen Markt gefunden (Quelle: EMCDDA).

Gemeinsame Wirkungen der Designer-Drogen bestehen nach W. Schmidbauer und J.v. Scheidt (1998) in

  • einer stärkeren Wirkung bei kleinerer Dosis
  • einer Mischung von "Gedanken-Beschleunigung" und "halluzinogenen" Effekten,
  • einem rascheren Aufbau einer physiologisch-psychischen Abhängigkeit im klassischen Sinne.
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Letztes Update dieser Seite: 24.02.2012 - IMPRESSUM - FAQ